Matthias Peter & edes-Ensemble spielen
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  Schikaneder – Der Zauberflöten-Macher Mi 28., Fr 30., Sa 31. Okt, So 1. Nov, werktags 20 Uhr; sonntags 17 Uhr  
Foto: Levin Bissig

 

Theater & Kammermusik

Der Schauspieler und Leiter der Kellerbühne St.Gallen Matthias Peter hat sich eine Rolle auf den Leib geschrieben: Er lässt den legendären Impresario Emanuel Schikaneder aufleben, der in einem spritzigen Dialog dem Komponisten Mozart 1791 ein gemeinsames Zauberoper-Projekt schmackhaft machen will und sich dabei in seiner ganzen Widersprüchlichkeit offenbart.

Schikaneder skizziert Mozart aus der Sicht des erfolgsentschlossenen Theaterpraktikers launig und effektvoll die projektierten Handlungsstränge.

Als ob es Melodien wären, die Mozart spontan dazu einfallen, lässt das edes- Ensemble Stücke aus der Partitur erklingen, die auskomponiert am 30.September 1791 unter dem Titel «Die Zauberflöte» in Wien ihre Uraufführung erlebten.

In Tat und Wahrheit handelt es sich dabei um eine überraschende kammermusikalische Bearbeitung der Originalkompositionen durch den französischen Gitarristen Antoine de Lhoyer aus dem Jahr 1824.

Diese haben sich die edes-Musiker Daniel Pfister (Flöte), Johanna Degen (Cello) und Christian Bissig (Gitarre) anverwandelt und präsentieren ihre Ausgrabung voller Begeisterung in der Gegenwart des Jahres 2020 – was Schikaneder und Mozart veranlasst, sich 229 Jahre nach der Uraufführung der «Zauberflöte» im Grab umzudrehen und den anhaltenden Welterfolg ihres «gemeinsames Kindeleins» in einem heiter-melancholischen Epilog zu reflektieren.

Die Co-Produktion von Kellerbühne St.Gallen und edes-Ensemble steht neben der Feier der unvergänglichen Melodien Mozarts auch stark für den vielgeschmähten Librettisten Schikaneder ein, dessen Name noch zu seinen Lebzeiten auf den Programmzetteln von der ersten an die zweite Stelle rückte oder ganz unterschlagen wurde, ohne den die zeitlose Oper «Die Zauberflöte» jedoch nie entstanden wäre.
 

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